Söchtenau ist klimaneutral (April 2020;10)


Die 
 Gemeinde Söchtenau trägt pro Jahr 13.800 t Kohlendioxid aus der Verbrennung von Erdöl und Erdgas in die Atmosphäre ein (= Menge A)
.
Im gleichen Zeitraum werden durch die Photosynthese 31.800 t Kohlendoxid (= Menge B) aus der Lufthülle entnommen, errechnet aus 2.100 ha Grünland (Gras, Wald, Moor). Die Menge B kann zur Zeit nur zu 50% als CO2-Senke gerechnet werden (=B/2).
Wenn die gesamte Menge Biomasse, die durch Photosynthese entsteht entweder gespeichert oder energetisch genutzt wird, dann kann die gesamte Menge Kohlendioxid angerechnet werden. Dazu muss aller Grünmüll, alles Rest- und Abfallholz in Biogasanlagen und Hackschnitzelanlagen unter Erzeugung von elektrischem Strom verbrannt werden.

Klimaneutral:
Eintrag in Lufthülle (A) minus Austrag durch Photosynthese (B/2; überwiegend Wald)
13.800 t minus 15.900  t =  -2.100 t.

Kohlendioxid-negativ:
Eintrag in Lufthülle (A) minus Austrag durch Photosynthese (B)
13.800 t minus 31800 t =  - 18000 t  pro Jahr

Biogas Söchtenau

Skizze Biogasanlage und Hackschnitzelanlage im Gewerbegebiet Schwabering.

Die Verfahrensweise gemäß des obigen Verfahrensablaufs hat folgende Vorteile:
1. Die Lager (A) dienen als Puffer. Im Gegensatz zu Photovoltaik und Windkraft kann nachfrageorientiert produziert werden. Bei geringem Strombedarf  können die Anlagen (B und G) heruntergefahren werden.
2. Auf die Wiesen und Felder (H) werden keine Flüssigkeiten mehr ausgebracht, sondern nur noch Mineralien in fester Form (6; 9). Die Gefahr von Gewässerverunreinigungen ist dadurch gebannt. Eliminiert wird auch die Geruchsbelästigung bei der Ausbringung von Gülle.
3. Wassergefährdungen durch Lecks an Vorratsbehältern werden dadurch verhindert, dass die Tanks in Betonwannen gestellt werden.
4. Geruchsbelästigung werden weitgehend verhindert, indem die bei Umfüllvorgängen auftretenden Gasströme (3) in eine Fackel (D) geleitet und dort verbrannt werden.
5. Der Zwangsanfall an heißem Wasser (60°C) wird in einem Treibhaus verwertet.